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OLAP

OLAP (Online Analytical Processing) unterstützt Endanwender dabei, schnell und intuitiv auf umfangreiche Datenmengen zuzugreifen, um hypothesengestützte Analysen auf Grundlage einer bestimmten Logik durchzuführen.

OLAP-Systeme für die Entscheidungsunterstützung

IT-Unternehmen verzeichnen eine wachsende Nachfrage nach Systemen, in denen Knowledge Worker strategische und taktische Entscheidungen auf der Basis von Unternehmensdaten treffen können. Systeme für die Entscheidungsunterstützung werden als OLAP-Systeme (Online Analytical Processing) bezeichnet. Mit ihnen können Knowledge Worker operative Daten unter Verwendung vertrauter Geschäftsbegriffe intuitiv, schnell und flexibel bearbeiten, um analytische Einblicke zu gewähren.

OLAP-Systeme sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:

  1. Unterstützung der komplexen Analysebedürfnisse von Entscheidungsträgern
  2. Analyse der Daten aus unterschiedlichen Perspektiven (Geschäftsdimensionen)
  3. Ausführen komplexer Analysen auf der Grundlage umfangreicher granularer Augangsdatensätze

ROLAP und MOLAP im Vergleich

Bei OLAP-Systemen unterscheiden wir zwischen zwei bekannten Architekturen: mehrdimensionales OLAP (MOLAP) und relationales OLAP (ROLAP). MOLAP-Achitekturen nutzen eine mehrdimensionale Datenbank für die Analyseerstellung. Ihre Hauptvoraussetzung für eine optimale OLAP-Implementierung ist die mehrdimensionale Speicherung von Daten. Bei ROLAP-Architekturen werden Daten dagegen direkt aus Data Warehouses abgerufen. ROLAP-Architekten sehen OLAP am besten implementiert, wenn direkt auf die relationale Datenbank zugegriffen wird. Beim Vergleich dieser beiden Architekturen fällt Folgendes auf:

  • ROLAP überlässt es dem Systemdesigner, einen Kompromiss zwischen Abfrageantwortzeit und Batchverarbeitung zu finden, da die ROLAP-Architektur keine Beschränkung der Datenbank-Aggregation vorsieht. MOLAP erfordert generell, dass der größte Teil der Datenbank vorkompiliert wird, um eine akzeptable Abfrageleistung zu erzielen. Dies führt zu einer komplexeren Batchverarbeitung.
  • Systeme mit hoher Datenvolatilität, insbesondere solche mit immer neuen Datenaggregationsregeln und benutzerdefinierten Konsoldierungen, erfordern eine Architektur, die Daten für Ad-Hoc- und Entscheidungsunterstützungs-Analysen dynamisch konsolidieren kann. ROLAP empfiehlt sich besonders für dynamische Konsolidierungen, während MOLAP eher für Batch-Konsolidierungen geeignet ist.
  • ROLAP kann auf eine große Anzahl von Geschäftsanalyse-Perspektiven (Dimensionen) skaliert werden, während MOLAP mit maximal zehn Dimensionen am effizientesten arbeitet.
  • ROLAP unterstützt OLAP-Analysen für große Mengen detaillierter Eingabedaten. MOLAP liefert nur dann eine zufrieden stellende Leistung, wenn das Eingabe-Dataset klein (maximal 5 GB) ist.

Basis-OLAP und relationales OLAP im Vergleich

A. Mit OLAP können Anwender durch einfache Mausklicks "Slice-and-Dice"-Analysen für Daten-Subsets ausführen und sie aus verschiedensten Perspektiven betrachten.

B. Die ROLAP-Architektur unterstützt "Drill Anywhere"-Funktionen in der gesamten relationalen Datenbank – über alle Dimensionen hinweg, von verdichteten Daten bis hin zu Detaildaten auf Transaktionsebene.

A Comparision of Standard OLAP and Relational OLAP Analysis